Neubau Musiktheater Linz

Musiktheater
Unsere Leistungen
Projektsteuerung | Örtliche Bauaufsicht
Auftraggeber
Musiktheater Linz GmbH
Projektort
Linz | Oberösterreich
Projektdaten
Raumvolumen ca. 280.000 m³ | BGF ca. 52.800 m²
Projektkosten
ca. € 186 Mio. netto
Zeitraum
2009 - 2014

Eines der größten Kulturbauprojekte des Landes Oberösterreich entstand seit dem Spatenstich im April 2009 an der Blumau in Linz. Die gesamte Rohbauphase wurde bis Anfang 2011 durchgeführt, parallel dazu erfolgte ab Mitte 2010 bis 2012 der Innenausbau mit Einbau der Doppelstockdrehbühne samt integrierter Spieldrehscheibe und drei integrierten Hubpodien sowie die Vorplatzgestaltung.

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Insgesamt stellt sich das Gebäude mit ca. 190 m Länge und ca. 80 m Breite beinahe so groß wie der gesamte Straßenzug der Blumauerstraße dar. Gleichermaßen beeindruckend ist der 10-geschossige Bau mit seiner Höhe zwischen 17 und 24 m, gerechnet ohne Bühnenturm.

Das Opernhaus kann bei größeren Veranstaltungen eine Gesamtbesucherzahl von ca. 1475 Personen aufnehmen, wobei im Auditorium 970 bis max. 1200 Besucher Platz finden.


Aus baulicher Sicht umfasst das neue Kulturgebäude ein gesamtes Raumvolumen von ca. 280.000 m³ mit einer Bruttogeschossfläche von ca. 49.000 m².

Ergänzend dazu wurden auch Bereiche wie die Studiobühne für etwa 270 Besucher und der Brucknersaal für etwa 200 Besucher konzipiert und geschaffen.

 

Aus baulicher Sicht umfasst das neue Kulturgebäude ein gesamtes Raumvolumen von ca. 280.000 m³ mit einer Bruttogeschossfläche von ca. 52.800 m². Das Gebäude wurde mit einer Tiefgarage für 285 PKW ausgestattet.

Vergabe der ausführenden Gewerke:

Die Vergabe erfolgte in Einzelgewerken, die zum Teil mit sehr komplexen Vorbereitungen und Verfahrensabläufen verbunden waren (z.B. Drehbühne, Bestuhlung, Medientechnik).
 

Komplexität:

Bedingt durch die vielschichtige Funktionalität des Gebäudes, bei der in enger Abstimmung mit dem Nutzer, Werkstätten, externe Künstlerinteressen, Publikumsverkehr und Restaurants vereint werden mussten, war technisch, baulich, in der Ausstattung und in der Funktionsweise ein äußerst komplizierter Gebäudekomplex erforderlich. Dies zeigte sich beispielhaft bei dem weltweit beinahe einzigartigen Bühnensystem, bei den großen automatisch funktionierenden Kulissen- und Bühnenbild-Lagerungssystemen und bei den komplexen Sicherheitseinrichtungen, die sowohl für die technische Funktion aller Anlagen als auch für die Zutrittssicherung und Kontrolle des Personales und der Künstler von eminenter Bedeutung sind. Gleichzeitig sind parallel dazu auch Sicherheitssysteme zur Kontrolle und Überwachung des Publikumsverkehres mit Ticketing und der Gastronomiebesucher installiert worden.
 

Energie:

Bezüglich der Energieeffizienz wurde ein für diese Gebäudegrößenordnung innovatives Konzept umgesetzt. Grundsätzlich wurde das Gebäude im Niedrigenergiestandard errichtet.

 

 

Bilder: Sigrid Rauchdobler


 

Küchenversorgung

Im Gebäude befinden sich mehrere Küchenbetriebsstätten. Das große Publikumsrestaurant im 4. Obergeschoss, das Cafe mit Bistro und Gartenbetrieb im Eingangsbereich, mehrere einzelne Buffetbereiche und die Personal- und Künstlerkantine, die für spezielle Anlässe (z.B. Premierenfeiern) in ein internes Restaurant umfunktioniert werden kann.
 

Betriebe und Werkstätten

Zusätzlich zum Restaurant, dem Cafe, der Personal- und Künstlerkantine und mehreren Buffets gibt es großzügige Werkstättenbereiche für den Theaterbetrieb. Beinhaltet sind eine Malerwerkstätte, eine Tischlerwerkstätte, eine Schlosserwerkstätte, eine Textilwerkstätte, die Schneiderei mit Kostümfundus, die Beleuchterwerkstätte sowie die erforderlichen Montage- und Lagerflächen.

 

ECKDATEN

Kosten:

Nettobauwerkskosten lt. ÖNORM 1801-1:                  € 119,3 Mio.
Nettobaukosten lt. ÖNORM 1801-1:                            € 129,6 Mio.

Nettobaukosten/Monat:                                               
Rohbauphase                                                              ca. 1,0 bis 1,4 Mio.

Ausbauphase                                                              ca. 3,0 bis 4,4 Mio.